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Zusammenhang Allergie und Innenraumschadstoffe
Die Häufigkeit von Allergien mit Hautekzemen, Neurodermitis, Asthma und anderen Symptomen nimmt laufend weltweit und vor allem in den industrialisierten Ländern zu. Bekanntermaßen existiert eine starke genetische Komponente. Personen, deren Eltern an einer Allergie leiden oder litten, haben ein deutlich höheres Risiko, ebenfalls an Hautekzemen oder Asthma zu erkranken. Besonders belegt ist der Zusammenhang zwischen genetischer Disposition und Allergieanfälligkeit bei der auf Milben beruhenden Hausstaub-Allergie. Bei Kindern spielen auch Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten in ihrer "Allergiekarriere" eine große Rolle, aus denen sich überdurchschnittlich häufig weitere allergische Symptome wie beispielsweise Asthma ausprägen können. Sicherlich sind jedoch alleine die genetischen Dispositionen nicht für den erheblichen Anstieg von Allergien verantwortlich zu machen. Worin liegt dann aber die Begründung für die stetige Zunahme von Allergien? Werden zur Zeit nicht viel zu häufig die Symptome bekämpft, ohne die eigentlichen Ursachen zu beseitigen?
Einen wesentlichen Faktor bei der Entwicklung von Asthma spielen frühe Schäden am Lungenepithel. Durch Umwelteinflüsse wie Innenraumschadstoffe verursachte Gewebeschäden setzen einen Teufelskreis von Reparatur, Entzündung, weiteren Schäden und abermaliger Reparatur in Gang (vgl. Stephan Holgate, Southampton, General Hospital 2002). Dieser Prozess führt mit fortschreitender Verengung der Luftwege und übermäßiger Schleimabsonderung schließlich zum Asthma bronchiale. Begünstigend spielen hier wiederum weitere Allergene, sowie die erwähnte erbliche Komponente eine nicht genau geklärte Rolle. Sicher ist, dass bedingt durch einen Enzympolymorphismus erhebliche individuelle Unterschiede der jeweiligen Empfindlichkeit bestehen.
Es gilt, gefährdete Personen rechtzeitig zu erkennen und den Ausbruch einer Allergie bzw. der Verschlimmerung einer Allergiekarriere rechtzeitig vorzubeugen. Hierzu ist eine kompetente Ortsbesichtigung des Wohnumfeldes sinnvoll, bei der Innenraumschadstoffe und einige ungünstige Wohnraumgestaltung erkannt werden. Bestimmte Verhaltensregeln und meist einfache Änderungen der Wohnraumbedingungen haben dabei einen oft entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung bzw. das Fortschreiten der allergischen Erkrankung. Wir beraten dabei vor Ort und können daher ungünstige Konstellationen des Wohnumfeldes erkennen und weiter beraten.
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